Writing: When Helen Schoene was a dancer she used to repeat herself all the time

PROGRAMME TEXT for Tanz*Hotel

A set of questions and half answers, of beginnings and appendices, of purposefully unmade decisions and open ends examine an unsteady love affair with dance as an art form. The audience is called to exercise their agility in recognising possible ways of reading the overlay of writing, voice and movement. Hereby the structure of a book forms a means of orientation and binds the overflowing material. A question arises at the end: Is Helen Schoene object or protagonist of the plot?

Eine Reihe von Fragen und halben Antworten, von Anfängen und Anhängen, von absichtlich ungetroffenen Entscheidungen und offenen Enden erörtern eine unstete Liebesbeziehung mit dem Tanz als Kunstform. Eine Aufforderung an das Publikum, Gelenkigkeit darin zu üben, in der Überlagerung von Schrift, Stimme und Bewegung mögliche Leserichtungen zu erkennen. Die Struktur eines Buches bildet hierbei ein Orientierungsmittel und bindet das überfließende Material. Zum Schluss stellt sich die Frage: Ist Helen Schoene Gegenstand oder Protagonistin der Handlung?

WHEN HELEN SCHOENE SPEAKS … draft text by Giorgio Palma

In a manner of speaking I just want to say
That I could never forget the way
You told me everything
By saying nothing

Was auf den ersten Blick als eine Art Reading- oder Lecture-Performance erscheint (wobei es hier vielmehr um eine paradoxe stumme Lesung, um ein stummes Vorlesen geht ), erweist sich bald eine vielschichtige Form der Kommunikation [des Sprechens] ohne Bedeutungsintention (Kommunikationsabsichten). Die Diskretion im Umgang mit verschiedenen Spracherscheinungen (Stimme, Schrift, Ton, Bewegung) veräußerlicht sich durch eine Strategie des minus dicere, bei der die Mitteilung wesentlich auf dem beruht, was ihr fehlt: In den Enthaltungen und Auslassungen, in den Zuckungen und Andeutungen, in den fehlenden Entscheidungen, die lieber dem Publikum überlassen werden [in dem, was nicht gezeigt wird] sowie in den Pausen zwischen unzähligen Wiederholungen wendet sich Helen Schoene immer wieder von dem ab, was ihrer Performance Richtung und Sinn verleiht, und zwar um das zum Besten zu geben, was man das Geheimnis einer [versäumten] Begegnung nennen könnte: Begegnung mit einem Publikum [als Tänzerin] on stage und zugleich mit einem sich entziehenden [verlorenen] Liebesobjekt*, das unmöglich zum Gegenstand einer Unterhaltung werden kann.

Wie Helen Schoene von dem gesprochen [besprochen?] wird, worüber sie [gern] sprechen würde[, ohne es zu können]. Wie Helen Schoene von dem gesprochen wird, worüber sie zu sprechen aufgegeben hat. Wie Helen Schoene von dem erzaehlt wurde, was/von dem sie selber gern erzaehlt haette.

*[Die als Kunstbuch/Künstlerbuch aufgebaute Performance liefert somit ein weiteres Fragment einer [unmöglichen] Sprache der Liebe.]

eine Mehrdeutigkeit, die zur Präzision dient…

Rascheln beim Blaettern

Unterschied zwischen Sagen und Zeigen

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